[ Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ), 27.05.2010, Seite 18 ]

 

Schule für alle bekommt grünes Licht

 

Die Stadt Hannover soll zusammen mit der Region ein Konzept zur „inklusiven Schule“ entwickeln. Das hat der Schulaussschuss gestern mit großer Mehrheit beschlossen. Inklusion bedeutet, dass behinderte und verhaltensauffällige Kinder in den Unterricht an Regelschulen so einbezogen werden, dass auf die individuellen Möglichkeiten jedes Kindes Rücksicht genommen wird.
SPD und Grüne konnten sich zudem mit der Forderung durchsetzen, dass sich die Stadt bei ihrer Planung auch Gedanken über die Übergänge zwischen vorschulischer Betreuung, Schule und Beruf machen soll. Gegebenenfalls müssten die Verfahren zur Einschulung von behinderten Kindern verändert werden, hieß es. Keine Mehrheit fand ein CDU-Antrag, ein Gutachten in Auftrag zu geben, das die Kosten ermittelt, die auf die Stadt bei der „Schule für alle“ zukommen. Auch der Vorschlag, sich zunächst über die Erfahrungen anderer Kommunen mit Inklusion zu informieren, wurde abgeschmettert.
Aufgrund einer UN-Konvention über die Rechte von Behinderten, die der Bundesrat 2008 ratifiziert hatte, besteht ein Rechtsanspruch, dass behinderte Kinder an Regelschulen unterrichtet werden. Ob damit die Förderschulen obsolet werden, ist noch offen. „Die inklusive Beschulung sollte ein freiwilliges Angebot bleiben“, meinte der Schulexperte der FDP, Jens Meyburg.

 

[ asl, Hannover ]

 

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Presse - 27. Mai 2010

VEREIN FÜR DIE INTEGRATION VON MENSCHEN MIT BEHINDERUNGEN

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